Aufgrund verwirrender Inspiration, fehlgeleitetem Ehrgeiz, imaginärem Zeitmangel und ganz konkreter Faulheit, erscheint die Zusammenfassung des Abends zur Besprechung Frischs Biografie: Ein Spiel, als Zettelspaß. 

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Bewegte Bilder
Im November zeigt ARTE einige Filme, denen – mehr oder minder – eine literarische Vorlage zugrunde lag.
Da wir Isabella Rossellini lieben, empfehlen wir Huhn mit Pflaume. ARTE strahlt das Werk der iranischen Filmemacherin Marianne Satrapi am Dienstag, 18. November um 20:15 Uhr, aus.

Richard Avedon für Vogue
Beitragsbild © 2014 Marjane Satrapi
Geburtstagskinder – 8. November
Eine bemerkenswerte Frau! Heute wäre Martha Gellhorn 108 Jahre alt geworden.
Bild©AP Photo
Geburtstagskinder – 7. November
On this day Miss Ruth Pitter would have celebrated her 117th birthday.
»…Poor comfort all comfort: once what the mouse had spared
Was enough, was delight, there where the heart was at home:
The hard cankered apple holed by the wasp and the bird,
The damp bed, with the beetle’s tap in the headboard heard,
The dim bit of mirror, three inches of comb:
Dear enough, when with youth and with fancy shared.…«
Time’s Fool
from The Oxford Book of Twentieth Century English Verse,
edited by Philip Larkin, 1973.
Geburtstagskinder – 1. November
Heute feiert Ilse Aichinger ihren 93. Geburtstag. Vielleicht im Café Demel in Wien.
Wie klein die Welt doch ist: laut Wikipedia war Aichinger Assistentin von Inge Aicher-Scholl an der Hochschule für Gestaltung in Ulm.
Daher:

Geburtstagskinder – 24. Oktober
Vor 250 Jahre (es scheiden sich beim Geburtstagsjahr die Geister) wurde Dorothea Schlegel (geb. Mendelssohn) geboren. Die spätere Frau von Friedrich Schlegel verfasste u. a. den Roman Florentin.
Marina in München
Am kommenden Montag, den 27. Oktober 2014, zeigt das Werkstattkino Irina Roerigs Film
Patriotinnen. Beginn ist um 20 Uhr.
Der Film erzählt vom Leben und Lyrik Zwetajewas.
Ihre Gedichte sind von einmaliger Schönheit, zerbrechlich und gewaltig zugleich.
Neben den Gedichten von Achmatowa und Jessenin, übertrug ich unzählige Gedichte Zwetajewas damals ins Tagebuch, denn sie – wie kein anderer Dichter – ein Gefühl auf selbstverständlichster Art einzufangen verstand.
Nachtrag folgt…

Spielzeiten des Films in November
Der Große Krieg und Zweig
Kaum liesst man ein Buch von Zweig und interessiert sich für den Grossen Krieg, rücken unablässig Bücher, Veranstaltungen und Sendungen ins Blickfeld, die sonst unbemerkt blieben. So auch vor ein Paar Tagen erschien eine Rezension in der Süddeutschen Zeitung (Feuilleton vom 26. September 2014), worin Gustav Seibt über die Wiederauflage des einst in der DDR erschienenen Briefwechsels zwischen Stefan Zweig und Romain Rolland, von dem Zweig großzügig und voller Lob in seiner Biografie zu erzählen wusste, – mit gemischten Gefühlen – berichtete.
Montag, 22. September 2014
Gefunden in H. A. und E. Frenzel: »Daten Deutscher Dichtung Chronologischer Abriß der Deutschen Literaturgeschichte. Band I. Von den Anfängen bis zum Jungen Deutschland«, im Kapitel »1798–1835 Romantik« (natürlich).
Während der Suche nach unterstützenden Quellen zum heutigen Wort des Tages stieß ich auf die Initiative der Universität Vechta und der Oldenburgischen Volkszeitung, das Jahr 2014 zum »Jahr der Wörter« zu erklären. Leider hört das Online-Archiv Professor Dr. Jochen A. Bärs in Mai abrupt auf.
Krummes Datum
In einem verwucherten Hinterhof Schwabings versteckt sich das Lyrik Kabinett, wohin wir uns drei am dritten Donnerstag des Septembers 2014 begaben, um Lieder zu Gedichten Kästners zu hören.
Aufgrund des wohl überraschend grossen Andrangs, fanden wir uns im Hinterzimmer/Küche/Lounge, auf dem Boden. Ein kleiner Lautsprecher übertrug die Veranstaltung aus dem überfüllten Nebenzimmer: Susanne Brantl, am Klavier begleitet von Christian Ludwig Mayer, sang Chansons, Songs und Lieder nach Texten von Erich Kästner. Zwischen den Lieder sprach Prof. Dr. Sven Hanuschek mit Dagmar Nick – Tochter Edmund Nicks, der Kästners Texte einst musikalisch umsetzte – über Kästner, den Rundfunk und die Musik.

Und es war ein wenig wie in den 50gern für uns – da saß man nun vor dem grossen, mit Holzfurnier ummantelten Radiogerät (Lautsprecher, ohne Holzfurnier und mit Stativ) und hörte zu: zu sehen waren Bilder der eigenen Vorstellung der Bühne, Sängerin und musikalischen Begleitung (Klavier oder Flügel?), die Anrichte mit säuberlich aufgereihten Weinflaschen mit Schraubverschluss, Küchenzeile, Vitrine, tuschelnde Zuhörer in Korbstühlen; auf den Hängeschränken der Küche standen witzige Drahtkunstwerke; aus dem Kühlschrank miefte es nach Wurstplatte.

Drei Paar Füße

