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Juno rächt sich

Immernoch die Geschichte von Ios Verführung durch Jupiter.
Im weiteren Verlauf der Ereignisse, entwickelt sich, wie ich meine, ein Kalter Krieg zwischen Zeus und Hera (Jupiter und Juno), die leidenden sind Io, ihr Vater und natürlich Argus, der dran glauben musste.
Die tragische Szene des Endes Argus‘ stellt hier Peter Paul Rubens sehr morbide dar. (Juno hält einige seine Augen noch in der Hand, während ihre Begleitung ihm aus dem abgetrennten Kopf in ihrem Schoß, die Augen heraupult, als wären sie Perlen oder Edelsteine. Sein kopfloser Körper scheint in Agonie noch zu winden. Alles sehr makaber…Obwohl, nicht ohne Erotik, auch durch die interessant platzierte Hand Junos, die die entblösste Brust des Mädchens zu streicheln oder sie zu wiegen scheint.

Freitag, 23. Oktober 2015

Kakistokratie

Als Gegenstück hierzu schlägt die sehr praktische Zusammenstellung „aller“ Herrschaftsformen die Aristokratie – im engsten Sinne des Begriffs – vor.  

Aber nach welchem moralischen und ethischen Maßstab urteilt man?  Ist es möglich ein guter und zugleich tugendhafter Herrscher/Politiker zu sein? Nach dem Motto „You can’t make everybody happy all of the time“ – denn, es wird stets welche geben , die sich benachteiligt fühlen und unzufrieden sind. 

Ist die Tugendhaftigkeit eine unerschütterliche, unbeugsame charakterliche Basis, die sich von Macht nicht verführen lässt? Und ist nicht das Wohlwollen auch oftmals tückisch, also ebenfalls ein Richtwert für Entscheidnungen, der eine sorgfälltige Abwägung bedarf? 

Die Realität zeigt: die Wahl ist meistens zwischen blöd (weder weise noch intelligent) und böse (nach allgemeinem Verständnis des ethischen und moralischen Wertecodex); ab und an gibt es auch die abartigen Mischformen: der wohlwollende Depp, sowie, die weitaus harmlosere Variante, der gemeine Trottel.

Dienstag, 8. September 2015

Asymmetriphobie

Vermutlich fällt unter dieser Kategorie auch das neurotische Geraderücken von schiefhängenden Bildern an senkrechten Flächen.
Überhaupt bietet Geometrie eine ganze Reihe von Konzepten, die sich hervorragend für das neurotisch Zwanghafte instrumentalisieren lassen: der rechte Winkel, zum Beispiel  (das Arrangieren von Sachen auf waagerechten Oberflächen).

Hängt die Symmetrie, im Umkehrschluß, mit Gerechtigkeit zusammen?